Radblog 2022

17 Kinder und 5 Erwachsene sind gemeinsam auf Radltour. 2018 ging es nach Monfalcone, 2022 fahren wir nach Savudrija. Im Rad Blog berichtet Michael von den Erlebnissen der Gruppe während der Reise.

Tag 1 ... Montag, 16. Mai 2022

Die Reise ans Meer hat begonnen...

 

aber wie. Pedale fallen herunter, eine Gangschaltung wollte nicht
mehr, auch die Luft eines Reifens wollte im Innviertel bleiben... und
das war noch nicht alles. Doch irgendwie haben wir es dennoch
geschafft gut durch die Hitze und den teilweise heftigen Gegenwind an
den Wallersee zu kommen, etliche von uns sind sogar noch Schwimmen
gegangen bevor - ja genau - es wieder einmal zum Regnen begonnen hat.
Allerdings hat der Himmel deutlich bedrohlicher ausgesehen.. doch es
wurde nur Regen. Ein Lagerfeuer war schnell angezündet und da die
Töpfe die Flammen vor dem Regen schützen waren zwar die Köche naß doch
die Speisen warm...

 

Und sonst - die Stimmung ist gut, alle sind wohlauf und es ist schon
sehr interessant die Strecke zwischen Ried und Salzburg bis auf 3km
kurz vor Höcken nur auf kleinen und kleinsten Wegerln zu erfahren.

Tag 2 ... Dienstag, 17. Mai 2022

Leider kein langer Blogeintrag, es war feiner mit den jüngeren RadlerInnen nach dem Kochen, einer guten Gruppenbesprechung dann noch am Lagerfeuer zu sitzen, zu plaudern und den Tag mit dem hoffnungsvollen Versuch aus nassem Holz ein Feuer am laufen zu halten ausklingen zu lassen.

Tag 3 ... Mittwoch, 18. Mai 2022

Der dritte Tag...

 

wie immer sind solche Reiseplanungen vor allem eine Absichtserklärung
in eine nahe Zukunft und keine präzisen Reiseplanung eines
Reisebüros. Es wird also je nach Gusto und aktueller Notwendigkeit
umgeplant. Heuer haben wir damit schon am 3. Tag angefangen, denn
gestern war die Hitze und das teilweise sehr hohe Tempo doch zu viel
für einige.

 

Daher wurde heute umdisponiert, es sind daher 2 Leute mit dem Zug von
Golling nach Mallnitz gefahren damit sie einen Ruhetag haben, wir
anderen, immer noch 20 Leute sind von Golling nach Schwarzach geradelt
um dann mit dem Zug nach Mallnitz zu fahren. Nunja... Über die
Fähigkeit der ÖBB Räder von A nach B zu transportieren lässt sich ein
eigenes Kapitel schreiben... in kürze: jeder der befragten
ÖBB-Menschen, ob vor Ort oder am Telefon hat gesagt es geht nicht, man
müsse reservieren, es gehen max. 10 Räder in einen Zug und überhaupt -
ohne Reservierung geht da gar nix... Und doch, wir sind - allen
Widrigkeiten zum Trotz - mit tatkräftiger Hilfe einiger ÖBB-Menschen,
dem ignorieren etlicher "Vurschriften" und der Haltung des "wird schon
irgendwie gehen" mit 3 unterschiedlichen Zügen nach Mallnitz gekommen.

 

Ergebnis der Umplanung: Wir haben einen Reisetag gewonnen, uns viel
Schweiß und Anstrengung in dieser Hitze erspart und morgen einen
ruhigen Tag mit viel Bergabfahren bis kurz vor Villach vor uns. Und die
beiden Erschöpften sind auch wohlauf und erholt...

 

Noch eine Anmerkung warum es heuer weniger Fotos gibt: es ist zu heiß
und daher ist Trinken und verschnaufen wichtiger als Fotos zu
machen....

 

Abgesehen davon war die Strecke heute nicht sonderlich fotogen.

Tag 4 ... Donnerstag, 19. Mai 2022

Wir sind also alle in Mallnitz angekommen und haben unser Quartier an
einem für unsere Bedürfnisse perfekten Campingplatz gefunden: Keine
anderen Gäste, viel warmes Wasser und saubere Duschen... und eine
Pizzaria als auch ein Kaufgeschäft in der Nähe.

 

Um 1/2 11 ist dann Cäcilia angekommen, die uns bis zum Ende der Reise
begleiten wird. Wir sind also viel zu spät weggekommen und so hatten
wir bald ein Hitzeproblem - was zur Erkenntnis führt dass nicht nur
Regen zach ist sondern auch zu viel Sonne und vor allem Hitze mehr als
nur lästig ist.

 

Immerhin lassen sich die längeren Pausen erfreulicher gestalten wenn
ein Fluß in der Nähe ist - denn dann wird gebadet, egal wie kalt das
Wasser ist. Wallersee 16°, Königseeache 12°, die Salzach hat auch
nicht mehr als 13° oder 14° und auch die Möll und Drau sind vor allem
Schmelzwasser von den umliegenden Bergen, warm ist jedenfalls anders.
Doch egal wie kalt, irgendwer ist immer im Wasser. Und ab morgen
versuchen wir uns an italienische Verhältnisse anzunähern: bald
wegkommen, Siesta am Wasser und dann erst am Nachmittag
weiterzufahren.

Tag 5 ... Freitag, 20. Mai 2022

Heute Nacht hat uns der Regen noch einen - hoffentlich letzten - Gruß
geschickt - das übersiedeln der im Freien Schlafenden ging wie als
hätten wir das schon oft geprobt - doch als dann alle unter dem Dach
waren war`s mit dem Regen auch schon wieder vorbei. Naja.

 

Wie schon berichtet - es ist heiß und so sind wir heute schon um 9
losgefahren und sind dann gute 40km mehr oder weniger in einem Rutsch
mit einer kurzen Badepause bis Villach gekommen. Diverse Erledigungen
für Mensch und Rad besorgt und weiter gings zu einem Platz den wir
schon von unsere Reise 2015 kennen. Die Gail ist wärmer als die
bisherigen Flüsse, aus dem Rastplatz für die große Mittagspause wurde
der Platz für dir kommende Nacht. Dann hat Karl es nicht mehr so weit
zum Bahnhof, Daniela R. findet uns auch leichter und im übrigen fahren
wir nun doch über's Kanaltal nach Italien, denn bei 30° und sengender
Sonne ist jeder Paß eine Qual, auch wenn wir uns langsam an die Sonne
gewöhnt haben.

 

Ergebnis dieser Planänderung: Entspannung da kein Paß in der Hitze
erradelt werden muß, im Fluß treiben, Grillen a la Gartenparty...
entspanntes Ballspielen und all die Dinge die bisher noch keinen Platz
gehabt haben.

 

Unser neues Ziel ist Monfalcone, mal sehen was drauß wird.

Sonntag, 22. Mai 2022

Für gestern gibt’s keinen Eintrag, spätes Ankommen und eine feine Märchenerzählung von Andrea haben das Schreiben verhindert. Heute Abend, wenn wir in Genoma am Campingplatz sind, wird wieder mehr Zeit für’s Schreiben sein.

Tag 6-8 ... Samstag bis Montag, 21. - 23. Mai 2022

Vorgestern, am Samstag Abend, sind wir also wider Erwarten in Italien
gelandet. Von Villach nach Camporosso, kurz vor dem höchsten Punkt der
Strecke über das Kanaltal sind es doch 300 Höhenmeter. Nachdem wir nun
verstanden haben wie wir die Gruppe reihen müssen kommen auch die
vermeintlich Schwachen gut gelaunt trotz sengender Hitze mit.

Wie eigentlich jeden Tag hat uns am Samstag beim Einkaufen vom
Abendessen wieder einmal - eh schon wissen - der Regen erwischt.
Dieses mal war es mehr als nur 4 Minuten und es war dann wirklich
alles nass - und die Aussicht auf einen Schlafplatz in einer nassen und
noch ungemähten Wiese... naja. Wie fast immer hat dann ein bisschen
reden mit einheimischen Autofahrern und einem "just try it, this is a
lost place" als Antwort die wir flugs zu unseren Gunsten ausgelegt
haben, haben wir einen wunderbaren Platz gefunden an dem fast alle gut
geschlafen haben, leider war kein Bach in der Nähe.

Die Abfahrt von Camporosso war ein Genuss, als wir in Pontebba
Mittagsrast gehalten haben war die Platzwahl recht vielfältig.

Der Genuss hielt bis kurz nach Chiusa Forte… da bin ich in einen
Graben gestürzt. Die Schutzengerl Aller haben zusammengeholfen das nix
Schlimmes passiert ist. Der Schock war heftig und es hat eine Weile
gebraucht, dass wir wieder in Ruhe fahren konnten.


Als wir diese Strecke vor 4 Jahren geradelt sind wurden wir gute 7km
auf die vielbefahrene Bundesstraße umgeleitet. Ein einfacher
Radlfahrer denkt sich, dass der Lückenschluss einer der wichtigen
Radl-Nord-Süd-Verbindungen (er damals schon angekündigt war) vielleicht
schon fertig ist. Nix da – die Baustelle sieht noch verlassener aus
als damals und so sind wir als gut sichtbare Gruppe diese Straße
entlanggeradelt. Auch nix Schlimmes, die Gruppe ist inzwischen sehr
gut aufeinander eingestellt. Damit uns vorne nix passiert haben die
Schlusslichter gedeutet, dass die Autofahrer nach links sollen damit mehr
Abstand zu uns ist – und wie es hier so ist – die Italiener haben
fröhlich zurück gehupt und aus den Autos gewunken. Und nach links sind
sie auch ausgewichen.


In Venzone sind wir bei der Durchfahrt mitten im sonntäglichen
Stadtfest gelandet und nachdem wir eine Weile dort zugeschaut haben –
und mit einigen Passanten auch eine Ratscherei entstanden ist – hat
der tägliche Regen unsere Verwandlungskünste von „Hitze aushalten“ in
„Regenschutz für eh alles“ wieder einmal trainiert. Wir sind da
inzwischen schon sehr gut darin und wenn dann fast alle diese orangen
Ponchos anhaben macht das auch was her.


Heute, Montag, ist ein Wasch- und Ruhetag am Campingplatz in Gemona del
Friuli vorgesehen, und obwohl es wuselt, ist uns schon 2x von unseren
Platznachbarn zu diesen Jugendlichen gratuliert worden weil sie so
angenehm ruhig und freundlich sind. Auch sehr nett das von Leuten zu
hören die hier sind um ihre Ruhe zu haben.


Und am Nachmittag fahren wir endlich zum Talgiamento… mal sehen wem
das Wasser nicht zu kalt ist. Die Fella war gestern glasklar, also
kein Regen sondern Quellwasser und damit saukalt, ob der Regen von
heute Nacht was geändert hat… wir werden sehen…

Tag 9 ... Dienstag, 24. Mai 2022

Der gestrige Ruhetag hat uns allen gutgetan, auch die Unfallfolgen
sind fast vollständig vorbei, und so sind wir heute - leider etwas zu
spät - bei bedecktem Himmel Richtung Udine geradelt.... Der
Radwegführer hätte uns vollkommen in die Irre geführt. Doch die
Beschilderung war deutlich besser und so sind wir auf wunderschön
verschnörkelten Radwegen aus Gemona durchs Land geführt worden.

Jedenfalls ist Radfahren in so einer Gruppe in diesem Land ein
ständiger Quell von fröhlichem angehupt werden, es wird einem
zugewunken oder einfach nur ein lautes "Ciao bella" über die Zäune
zugerufen wenn wir bunter und so atypisch bepackter Haufen
vorbeiradeln. Und Verkehrsanhaltungen erfolgen selbst auf größeren
Straßen vollkommen ohne unser Zutun weil irgendwer stehen bleibt um
uns vorbeizulassen... Sehr angenehm.

Nur.. ein bedeckter Himmel bedeutet nicht, dass es kühl ist und so hat
uns die Hitze wieder einmal zu schaffen gemacht... und auch die
Schlafplatzsuche war kompliziert, denn der Fluss den ich ausgesucht
habe ist vollkommen ausgetrocknet. So sind wir nach 3 Versuchen und
viel zu spät neben einem Sportplatz und neben duftendem Geißblatt,
wilden Rosen, Thymian und all dem was so auf Schotterhalden wächst
gelandet. Wenigstens konnten die Köche ein Feuer im Flussbett machen..
und als das Kochen vorbei war wurde die Feuerstelle gewechselt denn
das Feuer musste ja größer sein wenn 23 Leute daran Platz finden
wollen.

Ein Märchen von Andrea beendete den Abend für fast alle, die großen
Buben nutzten die Gelegenheit und sind dann mit mir noch eine weitere
Stunde plaudernd um das langsam niederbrennende Feuer gestanden bevor
es so weit heruntergebrannt war das wir es mit Steinen abdecken
konnten, denn - Wasser zum Ablöschen ist ja keins im Fluss.


Noch eine Anmerkung zu dem dass ich keine Namen nenne wenn es einmal
Erschöpfte gibt: Es sind nicht immer nur Jugendliche für die es
anstrengend ist. Nicht nur die Jugendlichen haben sich teilweise mehr
als ein halbes Jahr auf diese Reise gefreut.

Daher gibt es gibt eine eiserne Regel: Wir sind gemeinsam weggefahren
und daher kommen wir auch gemeinsam an. Wir Planenden wissen nur nicht
immer genau wo wir gemeinsam ankommen werden.

Es ist daher mE. wichtig zu sagen /warum/ wir einen Plan ändern. Es
ist aber überhaupt nicht wichtig für die Vermittlung dessen wie es uns
geht /wer/ diese Änderungen verursacht hat, denn diese Planänderungen
führen der Stimmung keinen Schaden zu sondern sind nur Quell von neuen
Geschichten die es lohnt erzählt zu werden.


Und nun rumpelt es im Hintergrund, die Gewitterfront rückt näher, mal
sehen was passiert....

Tag 10 ... Mittwoch, 25. Mai 2022

Uns gehts gut, ein Schlafplatz am Wasser ist goldes Wert und die
Zusammenfassung von Mittwoch und Donnerstag werden am Donnerstag
geschrieben.

***Angekommen***

Tag 11 ... Donnerstag, 26. Mai 2022

Tag 11-12 ... Donnerstag bis Freitag, 26. bis 27. Mai 2022

Auch wenn wir nun schon gut angekommen sind... hier noch einige Worte
zu den letzten 2 Tagen, die uns vor allem das Radeln in und aus Udine,
eine nette und feine Begegnung mit einem alten Mann, über den wir
einen wunderbaren Platz an einem Bach bekommen haben und dann das
Fahren abseits der großen Radwege beschert hat.

 

Nach unserer Übernachtung an einem trockenen Flussbett sind wir über
kleine und kleinste Wegerl direkt nach Udine hineingerollt. Die
Radwege sind äußerst Ressourcensparend angelegt, man wechselt die
Fahrbahnseiten je nach Gusto und wird auf verwinkelten Wegen mitten ins
Zentrum geführt. Straßenwechsel mit 23 Radlern in einer großen
Stadt... es geht mehr als nur irgendwie, ich hatte das Gefühl wir
schwimmen auf diesen Wegen ungehindert in die Stadt hinein,
Autofahrer, Fußgänger und auch andere Radfahrer haben uns mit einem
Grinsen den Platz gemacht so das wir kaum stehen bleiben mussten.

 

Irgendwo in einem kleinen Ort hat eine zufällig vorbeifahrende
Carabinieri die Straße (mit Blaulicht!) blockiert damit wir
ungehindert drüberkommen...

 

Unsere Schlafplatzsuche war schwierig, denn nochmals ohne Bach neben
uns wollten wir nicht schlafen.. und so viele Bäche gibts in der
Gegend zwischen Palmanova und Monfalcone auch nicht - vor allem
welche die wirklich auch mit fließendem Wasser gefüllt sind -
Brackwassergerinsel gibts schon einige. Also haben wir beim Queren der
Gerinne sehr darauf geachtet wie das Wasser darin aussieht - und so
haben wir einen Bach gefunden der auch - 20km weiter - an der Stelle
fließt wo wir schlafen wollten. Alles war gut, der Platz sah auch
vielversprechend aus und das Ansprechen der üblichen Verdächtigen
hatte dann auch rasch ein - fragen wir den Nachbarn (dem die Wiese
gehörte die wir nutzen wollten) zur Folge. Und der Nachbar unseres
angesprochenen Einheimischen namens Bruno war... nicht erfreut um
nicht zu sagen widerwillig.... Bruno, er spricht gut Deutsch (dass er
uns erst nach einigem Reden von Magdi auf italienisch mit ihm zu
erkennen gab), hat viel versucht den Nachbarn zu überzeugen... doch es
gelang nicht. Andrea hat in der Zwischenzeit 100m weiter geschaut
und... das war`s dann, der Nachbar konnte ohne Gesichtsverlust sein
Nein behalten, Bruno meinte auf die Frage ob wir auch ein Feuer machen
können mit "Sie wissen was Sie tun" geantwortet und 10 Minuten später
wusste offensichtlich der ganze Ort das da hinten eine Gruppe von
Jugendlichen die mit dem Rad aus Austria gekommen ist lagert. Und auch
ein zufällig vorbeiradelnder Vater mit Sohn sind fast vom Radl
gefallen als sie uns gesehen haben - und als wir Ried erwähnt haben
hat er gemeint er kennt es, FACC sei ein Kunde.

 

Also - wir hatten für die letzte Nacht vor unserem Ziel einen guten
Platz, einen uns wohlgesonnen Gastgeber, einen sauberen und angenehm
warmen Bach zum Waschen, eine Hecke von Bäumen die uns vor dem Wind
geschützt hat und das Gerede vom Dorf waren wir sicher auch, was will
man mehr wenn man in Italien reist?

Der letzte Tag hat wie immer mit Müllentsorgen und Wasserflaschen
auffüllen begonnen und wie immer dauert das… und die Strecke war
nicht entlang von Radwegen sondern mehr oder weniger Quer“straß“ein um
nach Monfaclcone und dann Sistiana zu kommen. Also viele, teilweise
große Straßen und vor allem wieder heiß.

 

Und gelegentlich gibts dann auch noch Radwege, die mit unüberwindbaren
Hindernissen gespickt sind. Doch die Burschen haben da nicht lang
herumgeredet, die Räder wurden schwuppdiwupp über die Engstelle
gehoben und weiter gings…

Doch… die Gruppe ist nun ziemlich gut aufeinander eingestimmt so das
auch das Fahren auf großen Straßen gut geht. So waren auch die letzten
35km trotz Hitze, all dem Stress, den lauter Straßenverkehr verursacht
und – da wir – abgesehen von Mapy am Telefon – keine gute Karten der
Region hatten und daher viel Weg improvisieren mussten – bald vorbei
und wir um ca. 15 Uhr am Campingplatz, allerdings nicht in Savudria –
angelangt.

Resümee

Als letzter Eintrag noch ein paar technische Daten damit es später
nicht nur den Jugendlichen einmal leichter fällt diese Reise
nachzuvollziehen.

Die Strecke von der Schule nach Schwarzach/Bhf:
https://de.mapy.cz/s/merucepoze

von Mallnitz zum Campingplatz zwischen Duino und Sistiana:
https://de.mapy.cz/s/calunehoje

In Summe knapp 500km.

Wir hatten 4 defekte Radlständer(!), 5 Patschen (davon 2 durch unsere
Schieberei durch die Büsche bevor wir den Schlafplatz bei Salt
gefunden haben), etliche lockere Schrauben, eine defekte
Gangschaltung, eine gerissene Kette, nicht festgeschraubte Pedale und
sonst noch ein paar Kleinigkeiten. Alle Defekte waren harmlos, die
Reserveschläuche haben sehr geholfen die Pannenzeiten kurz zu halten
und die großen Burschen waren extrem schnell im Tauschen der
Schläuche.

Die Radwegbeschilderungen sind oft hervorragend, manchmal aber braucht
es auch einen Sherlock Holmes damit man den Weg nicht verliert, sowohl
in AT als auch in IT und manchmal muss man einfach alle Verbotsschilder
ignorieren damit man ans Ziel kommt. Mapy.cz ist zur Zeit der Radltour
die beste Lösung für gutes Offline-Kartenmaterial am Telefon oder
Tablet, doch das braucht leider Strom. Der Alpen-Adria Radwegführer
ist bereits bei Drucklegung veraltet und kann mM nach nicht empfohlen
werden, vor allem wenn man ein bisschen improvisieren möchte, denn es
sind keine anderen Radwege ersichtlich.

Die ÖBB... was soll man dazu sagen außer dass es gut ist dort so
freundlich wie möglich zu sein und auf Verständnis zu hoffen wenn sich
zukünftige Fahrgäste nicht an die ach so optimierten Prozesse der ÖBB
halten können... Es sind immer noch Menschen die die Entscheidungen
treffen, egal was im Handbuch drinnensteht "und die da oben
entscheiden" [Zitat aus Schwarzach]. Daher hier nochmals ein Dank an
die Leute in Schwarzach und den diversen Zügen die uns wider aller
Regeln geholfen haben kurzfristig nach Mallnitz zu kommen.

Und - eh schon wissen: Hitze ist nicht zu unterschätzen. Und wenn es
regnet... Regenponchos sind wunderbar um nur von der Gischt von unten
nass zu werden 🙂

Unsere Radtouren

2022

Ried - Savudrija

2018

Ried - Lignagno

2015

Villach - Savudrija